Mann lebt seit 12 Jahren unbemerkt im Büro

6. Dezember 2016 | Von | Kategorie: Breaking
Alfred Wagner hat im Büro auch eine Schaukel installieren lassen. "Wenn die Kollegen weg sind, sehe ich mir den Sonnenuntergang an."

Alfred Wagner hat im Büro auch eine Schaukel installieren lassen. „Wenn die Kollegen weg sind, sehe ich mir den Sonnenuntergang an.“

Zürich (den) – Keine Miete, keine Nachbarn, kein Ärger. Alfred Wagner (42) hat das getan, wovon viele in der Schweiz träumen. Der Zürcher hat vor 12 Jahren seine Wohnung gekündigt und lebt seither in einem 75 Quadratmeter Grossraumbüro.  „Das härteste am Entscheid war, die dreibeinige Katze ins Tierheim zu geben“, so der Buchhalter. Bereut habe er denn Umzug dennoch nie.

„Seit ich im Büro wohne, habe ich kein einziges Weihnachtsfest mit meiner Schwiegermutter verbringen müssen. Diskussionen darüber, wer den Müll runterbringen soll oder dass es im Schlafzimmer zu kalt sei, gehören der Vergangenheit an.“ Dank seinem Umzug wurde Wagner sogar befördert. „Schliesslich bin ich morgens als erster auf der Arbeit und gehe abends als letzter heim. Also eigentlich gehe ich nie heim, aber sagen Sie es meinen Arbeitskollegen nicht.“

Daniela: Traum mit Beinen aus Stahl

Möglich ist das unbemerkte Leben im Büro nur dank genauer Planung und hochwertigen Büromöbeln von gaerner. „Mein Bürostuhl ist extrem weich gepolstert und mit flexibler Rückenlehne ausgestattet. Darin schlafe ich wie ein Baby. Teilweise sogar während der Arbeit“, so der Buchhalter. Seine Wäsche bügelt Wagner auf dem Konferenztisch. „Das Modell heisst ‚Daniela‘. Ein Traum mit wunderschönen Rundungen an den Längsseiten, genau 180cm gross und mit grazilen Beinen aus pulverbeschichtetem Stahl. Sie ist sozusagen die einzige Frau, die mir nach Arbeitsschluss noch Gesellschaft leistet. Meine eigene Frau habe ich ja seit drei Jahren nicht mehr gesehen. Aber ‚Daniela‘ hat zumindest immer ein offenes Ohr für mich.“

Hat schon die wildesten Bürofeiern überstanden: Besprechungstisch Daniela.

Hat schon die wildesten Bürofeiern überstanden: Besprechungstisch Daniela.

Auch Kulinarisch sei das Leben im Büro besser als angenommen. „Wenn man morgens den Toast lange genug an die Lüftungsschlitze des Druckers hält, wird er richtig schön warm.“ Abends macht sich Wagner gerne eine Flädlisuppe. „Die Omelette lass ich mir vom Aktenvernichter Securio in Streifen schneiden. Geht gerade mal sechs Sekunden und alle Flädli sind schön gleichmässig breit.“ Innerhalb von 12 Jahren hat der Wagner durch seinen Einzug ins Büro über 280’000 Franken gespart. Geld, dass der Buchhalter für Urlaub ausgegeben und in die Optimierung seines Arbeitsplatzes gesteckt hat. Nur etwas bereitet dem 42-Jährigen Sorgen. „Ich bete zu Gott, dass ich nicht frühpensioniert werde. Ich würde sowohl die ‚Wohnung‘ als auch den Job verlieren. Ausserdem hätte ich danach wieder meine Schwiegermutter am Hals.“

Foto oben: pixabay.com / Foto unten: gaerner.ch

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