Drogen, Sonnenbrand, Kostüme – So feiern Sie die Streetparade richtig

28. August 2015 | Von | Kategorie: Schweiz

Techno kommt übrigens Ursprünglich aus Neuseeland. Darum kürzt man die Beats aus mit nz,nz,nz ab.

Techno kommt übrigens Ursprünglich aus Neuseeland. Darum kürzt man die Beats auch mit nz,nz,nz ab.

Zürich (den) — Für Menschen, die im Leben sonst nichts haben, ist am Samstag wieder der schönste Tag des Jahres. Denn dann fahren die Lovemobiles mit Technosound ums Zürcher Seebecken. Lassen Sie sich dieses grossartige Spektakel nicht entgehen. Selten treffen Bratwurst und Ecstasy so nahe aufeinander. Damit Sie aus dem Fest auch das Maximum herausholen, haben wir Ihnen einen kleinen Ratgeber zusammengestellt.

Drogenkonsum

Lassen Sie es sich an dieser Stelle gesagt sein: DROGEN SIND SCHLECHT. Trotzdem ist die Streetparade ohne praktisch unerträglich. Begehen Sie darum nicht den Fehler, die Veranstaltung komplett nüchtern zu besuchen. Ihre Drogen müssen Sie im Gegensatz zum DJ-Bobo-Konzert nicht im Vorfeld besorgen. Für die Streetparade reisen Dealer aus aller Herren Länder mit dem besten Stoff an. Lassen Sie sich also vom Verkäufer ihres Vertrauens beraten und decken Sie sich am Fest frisch ein. Die Drogen zuvor auf Schadstoffe untersuchen zu lassen ist sicher keine schlechte Idee. Ausser Sie verkaufen sie selbst.

Kostüme

Was wäre die Streetparade ohne die ganzen bunten Kostüme? – Richtig, Fasnacht. Damit es nicht so weit kommt, springen Sie über ihren Schatten und ziehen Sie sich was Spezielles an. Im Keller haben Sie doch noch diese lustige Uniform aus den 40er-Jahren. Die würde bestimmt gut ankommen. Ausserdem können Sie im gleichen Outfit auf dem Nachhauseweg noch bisschen für Stimmung vor Flüchtlingsheimen sorgen. Für weitere tolle Kostümideen, sehen Sie sich das letztjährige Video vom Enthüller-Aussenreporter Karl das Krokodil an.

Sonnencreme

Sollten Sie prinzipiell verwenden, denn an der Streetparade wird es jedes Jahr schweineheiss. Falls Sie vergessen haben, sich einzucremen, reiben Sie sich einfach kräftig an Menschen, die nach Sonnencreme riechen. Vor Sonnenbrand schützen Vollkörper-Latexanzüge sowie dicke Menschen, die vor ihnen stehen.

„Ich stehe auf andere Musik“

Trance, Hardcore und Minimal-Electro finden Sie grauenhaft? Dann geht es Ihnen wie 80 Prozent der Festbesucher. Das sollte Sie allerdings nicht entmutigen. Gehen Sie ruhig zur Streetparade und motzen Sie darüber, wie scheisse die Musik doch sei. Kommen Sie mit Leuten ins Gespräch, die ihre Meinung teilen, und verabreden Sie sich fürs nächstjährige Gemotze. Eingefleischte Raver diskutieren mit Ihnen natürlich auch liebend gerne über die Vorteile von Hip Hop oder Punk. Suchen Sie ekstatisch zuckende Menschen mit erweiterten Pupillen, die sind in der Regel an einem Diskurs mit Liebhabern anderer Musikstile interessiert.

"Swiss Off" gibt es sowohl für Android- als auch für IOS-User. Nutzer eines Microsoft-Handys wird empfohlen, sich ein normales Gerät anzuschaffen.

An der Streetparade neue Freunde finden? Vergessen Sie das gleich wieder.

Treffpunkt

Aus noch unerklärlichen Gründen ist es relativ schwierig, jemanden unter 850’000 Menschen zu finden. Selbst mit modernster NSA-Technik werden Sie Mühe haben, Ihre Freunde in der Masse zu orten. Treffen Sie sich darum schon im Vorfeld und reisen Sie gemeinsam an die Streetparade. Sollten Sie mit dem Gedanken spielen, eine Beziehung zu beenden, bietet die Streetparade die ideale Gelegenheit dazu. Einfach im Getümmel rasch die Hand Ihres/Ihrer zukünftigen Ex los lassen und dreissig Sekunden stehen bleiben. Aber Vorsicht: Obwohl die Streetparade nach aussenhin als Fest für Toleranz und Frieden auftritt, werden Sie hier keine neuen Freunde finden. Denn wir sind noch immer in Zürich, wo es als unsittlich gilt, Fremde anzusprechen.

Bild oben: Beat Küng/Flickr

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