Kriminelle schlagen zu: Millionen von Euro aus Schweizer Bancomaten verschwunden

19. Januar 2015 | Von | Kategorie: Schweiz
Einer der geplünderten Automaten. Besonders fies: Hier wurde die Sprache noch auf Englisch umgestellt! Als ob das Gerät für Senioren nicht sowieso schon kompliziert genug wäre.

Einer der geplünderten Automaten. Besonders fies: Hier wurde die Sprache noch auf Englisch umgestellt! Als ob das Gerät für Senioren nicht sowieso schon kompliziert genug wäre.

(Bern) – den. Der Schweizer Bankenverband steht vor einem Rätsel. Übers Wochenende sind gemäss Polizeiangaben mehrere Millionen Euro verschwunden. „Abertausende unserer Bancomaten sind betroffen“, sagt UBS-Pressesprecher Enrico Marrone. Die Euro-Fächer der Maschinen seien komplett leer. „Es sieht aus, wie nach einer Plünderung.“

„Wir haben keine Ahnung, wo das Geld gelandet ist. Wir können nur mit Sicherheit sagen, dass es nie mehr zurückkommen wird“, so Marrone. Auch die Polizei ist momentan ratlos. „An keinem der Geldbezugs-Geräte konnten wir einen Sachschaden feststellen“, sagt Polizeisprecher Mario Cortisoli. „Es scheint, als seien die Euro ohne Gewalteinwirkung entfernt worden. Allerdings überrascht selbst uns, wie skrupellos und grossflächig die Diebe vorgegangen sind. Sogar die Bancomaten in ländlichen Gegenden wurden nicht verschont, was eindeutig dafür spricht, dass Profis am Werk waren.“

Mario Cortisoli: „Es ergibt einfach keinen Sinn“

Den Behörden ist nicht nur schleierhaft, wie die Fremdwährung entwendet wurde, sondern auch warum. „Der Euro wird in der Schweiz vielerorts nicht als Zahlungsmittel akzeptiert. Und wenn doch, dann zu einem lächerlich unvorteilhaftem Wechselkurs. Zudem sind die Scheine hässlicher als Schweizer Banknoten. Mit denen fällt man auf wie ein bunter Hund“, so Cortilosi. Der Diebstahl ergebe einfach keinen Sinn.

So hässlich sehen die entwendeten Scheine aus.

So hässlich sehen die entwendeten Scheine aus.

Dass das Geld im Ausland verprasst werden könnte, bezweifeln sowohl die Polizei als auch Finanzexperten. „Der Schweizer ist gegenüber ausländischen Produkten generell skeptisch eingestellt. Einheimische Wurstwaren zum Beispiel schmecken viel besser als solche aus Deutschland, auch wenn sie das Doppelte kosten.“

Trotzdem werde die Polizei Kontrollen in Grenzregionen vorerst verstärken. Sie bittet ausserdem die Bevölkerung, ein wachsames Auge zu haben. Personen, die plötzlich zum Shoppen nach Konstanz fahren anstatt sich alles via Internet zu bestellen, sollen umgehend der nächsten Dienststelle gemeldet werden.

Wir helfen Ihnen

Um nicht auch in den Kreis der Verdächtigen zu geraten, möchte der Enthüller seine Leser unterstützen. Sollten Sie zuhause noch alte Euro-Noten haben, schicken Sie uns diese zu. Im Falle einer Razzia sind Sie somit auf der sicheren Seite. Wir werden die hässlichen Scheine für Sie fachgerecht entsorgen. Senden Sie eine Mail an redaktion (at) der-enthueller.ch. Bei grösseren Beträgen kommen wir auch gerne persönlich vorbei. 

 

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Ein Kommentar auf "Kriminelle schlagen zu: Millionen von Euro aus Schweizer Bancomaten verschwunden"

  1. Hedi Wyler sagt:

    Es ist nicht gut mit den Banknoten das sie verschwunden sind wesswegen man jetzt viel weiter suchen muss wenn man ins Deutsche einkaufen will und noch schnell ein Paar Euro wechseln und alles billiger ist. Die Polizei sollte aber schon etwas sich Gedanken machen und Spuhren verfolgen wesswegen es auch Rotgrüne gewesen sein könnten wegen sie immer in die EU wollen und nie Geld haben oder das Kiener Nelly zum den Wahlkampf finanzieren wegen sie ja kein steuerbahres Einkommen mehr hat!

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