«Wo ist die verdammte MH370?!» Zuger Kantonspolizei verhört Svenjas Mutter

7. April 2014 | Von | Kategorie: Schweiz
Die Suche nach MH370 geht weiter, Svenja wurde hingegen gefunden. Ein Zusammenhang ist nicht von der Hand zu weisen.

Die Suche nach MH370 geht weiter, Svenja wurde hingegen gefunden. Ein Zusammenhang ist nicht von der Hand zu weisen.

Zug (den) – Nach wie vor fehlt von der vermissten Malaysia-Airlines-Maschine jede Spur. Die Behörden haben die Hoffnung den Flieger zu finden allerdings noch nicht aufgegeben. Gemäss einer Mitteilung der Zuger Kantonspolizei wird seit Donnerstagmorgen die Mutter der 11-jährigen Svenja verhört. Diese gab am 1. April an, ihre Tochter sei entführt worden. Ein Tag später stellte sich heraus, dass Lorena S. die Entführung ihrer Tochter nur vorgetäuscht hatte.

«Möglicherweise verschweigt die Mutter uns Informationen, die zur Bergung der MH370-Wrackteile beitragen könnten» sagt Polizeisprecher Marco Bulletto. «Uns ist bewusst, dass die Chancen gering sind. Vielleicht müssen wir Lorena S. noch für drei Wochen in unserer Dunkelkammer durchprügeln verhören, bevor sie etwas ausspuckt. Aber verdammt, die Lage ist angespannt und wir wollen nichts unversucht lassen.»

«Indizien für Verdacht bestehen»

Eine erste Durchsuchung der chaotischen Wohnung von Lorena S. sei enttäuschend verlaufen. Man habe die verschwundene MH370 nicht gefunden. Allerdings seien unter einem Kissenstapel zwei weitere Töchter zum Vorschein gekommen. Sie werden momentan psychologisch betreut. Experten bemängeln derweil, dass die Behörden mittlerweile nach jedem Strohhalm griffen, um das verschwundene Flugzeug zu finden. «Hier wird bewusst mit den Hoffnungen der Angehörigen der Passagiere des Fluges MH370 gespielt. Es ist doch total unrealistisch, dass sich das Flugzeug in einer Zuger Mietwohnung befindet» sagt Entführungsexperte Roger Vanish.

Dem widerspricht Polizeisprecher Marco Bulletto. «Wir sind in der Wohnung von Lorena S. auf mehrere Indizien gestossen, die eine Beteiligung am Verschwinden von Flug MH370 nahelegen.» So habe man im Altpapier Gratiszeitungen gefunden, bei denen die Seiten mit Berichten zu MH370 mit Eselsohren markiert gewesen seien. Ausserdem konnte die Polizei mehrere malaysische Actionfilme sicherstellen, etliche davon auf DVDs mit Zweikanalton. «Wenn Sie Malaiisch lernen wollten, sagen wir mal, um ein Flugzeug zu entführen, dann würden Sie doch auch mit einer DVD beginnen», so Marco Bulletto gegenüber dem Enthüller. Er und sein Team seien nach wie vor davon überzeugt, dass Lorena S. «Dreck am Stecken» habe. Ein Update der Ermittlungen ist auf Mitte Mai angekündigt.

Fotomontage: Bild Flugzeug von andrew.cupitt, Bild Svenja: Zuger Kantonspolizei

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