Weihnachten verschoben: Migros und Coop rufen Geschenke zurück

10. Dezember 2013 | Von | Kategorie: Wissenschaft
Santa Clause freut sich über das Verschieben von Weihnachten: "Endlich liegen Dezemberferien in Thailand drin."

Santa Clause freut sich über das neue Datum: „Endlich liegen Dezemberferien in Thailand drin.“

Oberrieden (den) – Jesus Christus kam nicht am 24. Dezember zur Welt, sondern am 17. April. Dies hat der Zürcher Ökonom Hanspeter Götte herausgefunden. Mit dem Weltraumrechner CalSKY berechnete der ehemalige Direktor des Hauseigentümerverbandes die Flugbahn des «Sterns von Bethlehem» und kam auf das neue Datum.

Dass sich der 72-Jährige geirrt haben könnte, ist ausgeschlossen. Die Wirtschaftsexperten des Enthüllers rechneten die Formel mehrmals nach und liessen sich das Resultat von Mike Shiva bestätigen: Es ist der 17. April. Das neue Geburtsdatum Jesus‘ hat Konsequenzen. Weihnachten wird auf April verschoben.

Geschenke-Rückruf von Migros und Coop

Die Detailhändler Migros und Coop rufen ihre Kunden dazu auf, schon gekauft Weihnachtsgeschenke umgehend zu retournieren. Das Geld werde zurückerstattet. Man erhalte im März 2014 erneut die Möglichkeit, überteuerten Kram zu kaufen, bevor er kurz nach Weihnachten reduziert werde. Auch ungeöffnete Guetzli-Packungen oder Chlaussäcke nehmen die Fillialen zurück. «Falls Sie die Packungen schon geöffnet haben, frieren Sie die Zimtsterne und Mailänderli bis April ein. Oder bestreichen Sie die abgelaufenen Guetzli kurz vor April mit neuem Zuckerguss. Wir machen das beim Fleisch ja ähnlich», heisst es von Seiten von Coop.

Auch Palmen erfreuen.

Auch Palmen erfreuen.

«Umtausch ausgeschlossen» gilt hingegen für gekaufte Weihnachtsbäume. Gartencenter empfehlen darum, die Tannen bis Mitte April täglich zu düngen oder schon jetzt eine Weihnachtspalme für die warmen Frühlingstage zu kaufen.

«Palmen sind zwar etwas schwieriger zu dekorieren, dafür brennen sie weniger schnell und bieten rund um den Stamm mehr Platz für Geschenke», sagt Adriana Züllig von der W.I.C.H.S. (Weihnachtspalmen-Initiative christtreuer Heiden Schweiz). Ausserdem müsse man nicht im Zwei-Stunden-Rhythmus um die Palme herum staubsaugen.

Radiostationen verzweifelt

Wenig Freude an Weihnachten im April zeigen Schweizer Privatradios. Sie werden ab sofort fürs Spielen von Weihnachtsliedern gebüsst. «Für unsere Programmplanung ist das natürlich extrem scheisse. Wir haben jetzt pro Stunde Morgenshow eine Lücke von neun Minuten, weil wir weder ‚Last Christmas‘ von Wham! noch ‚All I want for Christmas is you‘ von Mariah Carey spielen können» sagt Pirmin Gross von Energy Zürich auf Anfrage des Enthüllers.

Möglicherweise könne man die Lücke vorübergehen schliessen, indem man fünf Pink-Songs pro Stunde spiele, anstatt der bisherigen drei. Das sei jedoch eine absolute Notlösung, da den Energy-Hörern Abwechslung eigentlich sehr wichtig sei, so Gross.

Text: Buzz Orgler, Kitschbild oben: Amanky, Bild unten: This amuses me

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Ein Kommentar auf "Weihnachten verschoben: Migros und Coop rufen Geschenke zurück"

  1. Hanspeter Götte sagt:

    Als satirischen Beitrag halte ich diesen Kommentar von Buzz Orgler recht gelungen. Aber wieso nimmt der Autor meine Entdeckung nicht ernst? Wohl vor allem auch deshalb, weil die Entdeckung des Geburtstages von Jesus auf astrologischem Wissen, auf Horoskopen beruht. Und damit soll ein so grossartiges, die Welt bewegendes Datum gefunden werden, so, dass jeder Mensch auf Erden sein Geburtsjahr nach diesem Datum angibt?
    Immerhin, als die Sterndeuter nach Jerusalem kamen, da fragten sie: Wo ist der König der Juden, der geboren worden war? Sie hatten in ihrer Heimat, im heutigen Irak erfahren, dass dieser König geboren wurde und sie kannten auch das Datum seiner Geburt. Sie wollten nur noch wissen, wo dieser Köng nun lebt. Diese Sterndeuter kamen zu ihrem Wissen aufgrund von ihren Beobachtungen der Sterne und ihrem Wissen über die Horsokope. Und die ganze Christenheit kommentiert diese Berichte nicht satirisch.
    Nach unserem christlichen Kalender ist König Herodes schon im Jahre 4 v. Chr. gestorben. Nach dem Bericht des Evangelisten aber empfängt Herodes die Sterndeuter und lässt sich von ihnen erklären, wie sie zum Wissen vom neuen König der Juden gekommen waren. Es ist heute weitherum unbestritten, dass unser christlicher Kalender auf einem falschen Ausgangspunkt basiert. Da nun aber Jesus im Jahre 6 v. Chr. geboren wurde, verschiebt sich der Tod von Herodes auf das Jahr 2 n. Chr.
    Man kann meine Entdeckung zwar weiterhin satirisch kommentieren, aber man sollte dies zumindest im Bewusstsein tun, dass das eigene Geburtsjahr, das man in allen Dokumenten angibt, falsch ist. Die Angabe „n.Chr.“ nimmt ja auf die Geburt von Jesus Bezug. Wir aber nehmen nicht Bezug auf den Tag, da Jesus geboren wurde, sondern da er sechsjährig war.

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