Verfolgte Schwulenhasser können in Russland Asyl beantragen

11. November 2013 | Von | Kategorie: Ausland
Wer schon einmal einem Schwulen den Schädel rasiert oder gar eingeschlagen hat, darf in Russland Asyl betragen. (Screenshot Buzzfeed)

Wer schon einmal einem Schwulen den Schädel rasiert oder gar eingeschlagen hat, darf in Russland Asyl betragen. (Screenshot Buzzfeed)

Moskau (den) – Letzte Woche beschloss der Europäische Gerichtshof, dass verfolgte Homosexuelle in der EU ein Recht auf Asyl haben. Nun provoziert Russland mit einem Asylrecht für Schwulenhasser. Wie Parlamentssprecher Boris Jaruslin heute mitteilte, werde jeder, der «Schwuchteln auf den Tod nicht ausstehen kann», ab sofort mit Handkuss in Russland aufgenommen.

Grundsätzlich sei es einem Schwulenhasser nicht zuzumuten, «dass er seine homophoben Neigungen im Herkunftsland geheim hält oder seinen Hass nicht aktiv auslebt, nur um der Gefahr einer Verfolgung zu entgehen», so Jaruslin in seiner Kundgebung. Hass gegen Schwule und Lesben sei schliesslich etwas ganz Natürliches und nichts Strafbares, Homosexualität hingegen sei pervers und gehöre verurteilt.

Hass muss belegt werden können

Ein vermeintlicher Schwulenhasser entpuppt sich als Schwulenaktivist.

Ein vermeintlicher Schwulenhasser entpuppt sich als Schwulenaktivist.

Um nicht von vermeintlichen Schwulenhassern mit Asylgesuchen überschwemmt zu werden, prüft Russland die eingereichten Anfragen ganz genau. So muss der Gesuchsteller seinen Hass glaubhaft belegen können, beispielsweise mit dem Besitz der neusten CD von Eminem oder durch eine Mitgliedschaft bei der Jungen SVP Wallis oder der EDU St. Gallen. Um Scheinasylanten frühzeitig auffliegen zu lassen, führt die russische Asylkommission mit den Gesuchstellern auch umfangreiche Tests durch.

«Wir werden ihnen mehrere Spielfilme mit homosexuellen Inhalten wie „Philadelphia“, „Brokeback Mountain“ oder “Justin Bieber: Never Say Never“ vorführen und dabei den Blutdruck und die Herzfrequenz der Bittsteller messen», so Jaruslin. Sollten die Tests negativ ausfallen, würden die Scheinasylanten sofort wegen Verdachts auf homosexuelle Propaganda in ein Strafgefangenenlager verfrachtet.

Integrationsprogramm für Asylsuchende

Damit sich die Asylsuchenden in ihrer neuen Heimat gut zurechtfinden, plant der Kreml ein umfassendes Integrationsprogramm. «Wir werden zusammen Spiele der Moskauer Fusballklubs besuchen und dort die langhaarigen Spieler beschimpfen und verhöhnen. Und wenn wir schon dabei sind, dürfen die Asylanten auch gleich Affengeräusche in Richtung der schwarzen Spieler rufen», heisst es aus dem Kreml.

Die Asylsuchenden würden ebenfalls ermuntert, nach irakischem Vorbild  mit Steinen gegen Homosexuelle in ihrer Nachbarschaft vorzugehen. Boris Jaruslin dazu: «Unser Ziel ist es, die Asylanten in unsere Staatsstruktur einzubinden. Mit ihrer Hilfe sollten wir es schaffen, der Welt die ersten homo-freien Olympischen Spiele zu präsentieren.»

Text: Buzz Orgler, Pavel Kulicka, Foto unten: Valya Ergoshin

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6 Kommentare auf "Verfolgte Schwulenhasser können in Russland Asyl beantragen"

  1. Sonderegger sagt:

    so n scheiss… Was soll das?

  2. Sonderegger sagt:

    Wers glaubt wird selig…

  3. Steve sagt:

    Russland ist zwar nicht homofreundlich aber so einen Quatsch hab ich noch nie gehört: FALSCHMELDUNG!!! Wie kann man sich angesichts der Lage in Sachen LGBT noch darüber lustig machen…shame on you

  4. jCK sagt:

    Ganz RUSSLAND braucht eindeutig eine Therapie. Wie kann man nur Schrank sein? Ich bin zwar kein Rassist dennoch hasse ich die russen von Beitrag zu Beitrag mehr! Intolerantes, schwaches Volk !

  5. hakim sagt:

    So weit sind wir also schon. Ich fürchte diese rückwärtsgewandte Mentalität wird sich in absehbarer zeit nicht ändern. 2013 und die welr hält sich noch mit so etwas auf

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